Velotour zu den UNESCO Welterbestätten

Wer sich für das Leben der Pfahlbauer interessiert und auch gerne Velo fährt, dem empfiehlt sich die drei UNESCO Pfahlbaustationen http://www.palafittes.org des Kantons Luzern auf die sportliche Art zu besuchen. Die knapp 30 Km lange Strecke ist für Velofahrer mittlerer Kondition gut zu bewältigen. An den beiden UNESCO Welterbestätten in Hitzkirch-Seematte und Sursee-Zellmoos gibt es Infostelen, da das Welterbe obertägig nicht sichtbar ist. In der Pfahlbausiedlung in Wauwil http://pfahlbausiedlung.ch steht hingegen ein ganzes Pfahlbaudorf mit einem Infopavillon. Wer noch mag, der begibt sich auf den spannenden archäologischen Lernpfad durchs Wauwilermoos.

Pfahlbauten als UNESCO Welterbe

UNESCO hat 2011 die Pfahlbauten am Alpenrand als Weltkulturerbe aufgenommen.
Aus dem Alpenrandgebiet zwischen Frankreich und Slowenien kennen wir etwa 1000 Pfahlbauten aus der Zeit zwischen etwa 5000 und 500 v.Chr. Eine Auswahl von 111 Pfahlbauten war Teil der Kandidatur. Darunter befinden sich die drei Luzerner Pfahlbauten, die im Rahmen einer halbtägigen Velotour besucht werden können.
Begründung für die Verleihung des Weltkulturerbe-Labels ist die herausragende Bedeutung der jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Pfahlbauten für die Kulturgeschichte. Auch wenn heute meistens keine Spuren in der Landschaft mehr erkennbar sind, sind die im Boden erhaltenen Überreste ausserordentlich wichtig für die frühe Menschheitsgeschichte. Im feuchten Boden am Ufer von heutigen und ehemaligen Seen (Moore) haben die guten Erhaltungsbedingungen ein Fundmaterial überliefert, das als weltweit einmalig bezeichnet werden muss. Neben Überresten von Gebäuden, sind grosse Mengen an Fundstücken aus vergänglichem Material wie z.B. Holz, Gewebe und Knochen überliefert, die vergleichsweise präzise Rekonstruktionen vom Leben der prähistorischen Menschen erlauben.