Das Bauinventar

Das Bauinventar macht auf die Vielfalt der Kulturdenkmäler und auf die reiche Baukultur im Kanton Luzern aufmerksam. Gleichzeitig ist das Inventar eine wichtige Grundlage für eine planungsrechtliche Umsetzung und erhöht die Rechtssicherheit der Eigentümer bei zukünftigen Planungen.
Bei der Inventarisation wird der gesamte Baubestand einer Gemeinde gesichtet und auf seine bauhistorische Bedeutung geprüft. Ins Inventar aufgenommen wird aber nur eine signifikante Auswahl, die jedoch Objekte aller Baugattungen umfasst – ländliche und dörfliche «Alltagsbauten», Bauzeugen des Tourismus oder der Industrie bis hin zu Beispielen der Architektur des 20. Jahrhunderts.

Für die Bewertung werden verschiedene Beurteilungskriterien hinzugezogen. Dabei spielen künstlerische und kunstwissenschaftliche Gesichtspunkte genauso eine Rolle wie technische Kriterien. Ferner werden historische Aspekte, wie die lokalgeschichtliche Bedeutung, aber auch die Umgebung beurteilt. Die Objekte werden nach den Kategorien schützenswert und erhaltenswert mit unterschiedlicher rechtlicher Wirkung im Inventar eingestuft.
Bewertungskategorien

Für die im Bauinventar erfassten Objekte gibt es kein Bauverbot. Sie können nach den Bedürfnissen des heutigen Lebens und Wohnens für bisherige und passende neue Zwecke genutzt werden. An Renovationen, Veränderungen oder Ergänzungen sind jedoch hohe Qualitätsanforderungen zu stellen.
Das Bauinventar wird im Geoinformationssystem (GIS) des Kantons georeferenziert und teilweise als orientierender Planinhalt auf der Online-Karte „kommunale Nutzungspläne“ dargestellt.