Luzern, Landungsbrücke 1, Meilihalle

Wiedereröffnung nach Gesamtrestaurierung

In den Wintermonaten wurden an der Meilihalle umfassende Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Nun präsentiert sie sich wieder wie sie in den 1930er-Jahren von Armin Meili konzipiert wurde:
Störende später zugefügte Elemente wurden entfernt. Die Aussenhaut ist wieder von Boden bis Decke verglast und gibt ein einmaliges Panorama auf die Stadt Luzern und den See frei. Die ursprüngliche Farbigkeit – ein dunkles Blau – unterstreicht die feingliedrige, elegante und wohlproportionierte Konstruktion. Rechtzeitig auf den Fahrplanwechsel konnte die Meilihalle vor Ostern wieder den Betrieb aufnehmen.

Bedeutendes Kulturgut der frühen Moderne erhalten
Die Landungsbrücke 1 gehört zu den architektonisch wertvollsten Schiffstationen an Schweizer Gewässern und ist schweizweit die einzige Landungsbrücke mit einer Halle aus den 1930er-Jahren.
Sie wurde 1935/36 durch den renommierten Luzerner Architekten Armin Meili erbaut. Die betonierte Plattform schwebt über dem See und ist mittels Eisenjochen auf Betonpfeilern abgestützt. Die luftige Stahl-Glas-Architektur nimmt das Thema der Stationshallen aus dem Eisenbahnzeitalter des 19. Jahrhunderts auf, realisiert diese Idee aber in einer der Moderne entsprechenden einfachen, auf das Wesentliche reduzierten Ingenieur-Architektur in der Meili eigenen konstruktiven Kargheit. Seit 2013 ist die Landungsbrücke 1 im Kantonalen Denkmalverzeichnis eingetragen.